Die Reaktion des weißen Phosphors mit NO+/NO2+[Al(ORF)4]−: Bildung von [P4NO]+ durch eine unerwartete Nitrosonium‐Insertion
Die Reaktion des weißen Phosphors mit NO+/NO2+[Al(ORF)4]−: Bildung von [P4NO]+ durch eine unerwartete Nitrosonium‐Insertion
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亚硝基插入
DOI:
10.1002/ange.201003031
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发表时间:
2010
影响因子:
--
通讯作者:
I. Krossing
中科院分区:
文献类型:
--
作者:
Tobias Köchner;S. Riedel;Anna J. Lehner;Harald Scherer;Ines Raabe;T. Engesser;F. Scholz;Urs Gellrich;Philipp Eiden;Roberto A. Paz Schmidt;Dietmar A. Plattner;I. Krossing
Obwohl seit Jahrzehnten auf dem Gebiet der Polyphosphorchemie intensiv geforscht wird,[1] sind Kenntnisse über homoleptische Polyphosphorkationen immer noch auf die Ergebnisse von massenspektrometrischen [2] und quantenchemischen Untersuchungen [3] beschränkt. Im Allgemeinen sind die kationischen diamagnetischen Käfige mit ungerader Zahl an Phosphoratomen stabiler, wobei P9+, das aus zwei C2vsymmetrischen P5-Käfigen mit einem gemeinsamen Phosphoniumatom besteht, eine besondere Stabilität zukommt.[4] Dieser Käfig findet sich auch in einem der wenigen bekannten P-Kationen des Typs [P5R2]+(R= Cl–I, Ph, DippN (Cl) NDipp(Dipp= 2, 6-Diisopropylphenyl)).[5–8] Formal werden diese Gerüste durch die Insertion eines carbenanalogen PR2+-Fragments in eine PP-Bindung von P4 gebildet (zur P4-Aktivierung siehe Lit.[9, 10]). Stabile Carbene können, abhängig von ihrer elektronischen Struktur, mit P4 unter Bildung von P1-bis P12-Strukturen wechselwirken.[11] Vor kurzem wurden auch größere kationische P7-Käfige synthetisiert,[5] jedoch gelang die Herstellung eines reinen Pn+-Kations bisher nicht. Daher muss ein geeignetes Einelektronenoxidationsmittel gefunden werden, um P4 (Ionisationsenergie (IE) 9.34 eV)[12] zu oxidieren und Pn+-Kationen zu erzeugen. Im Folgenden berichten wir über die Reaktion von P4 mit den Salzen [NO]+[Al (OC-(CF3) 3) 4] À [13](1)(IE (NO)= 9.26 eV [14]) und [NO2]+[Al (OC-(CF3) 3) 4] À (2)(IE (NO2)= 9.59 eV [15]). Zumindest 2 sollte eine ausreichende Oxidationskraft besitzen, um P4 zu oxidieren. Das Salz 2 wurde aus NO2 [BF4] und Li [Al (OC (CF3) 3) 4] in SO2 hergestellt (94% Ausbeute), wobei unlösliches Li [BF4] zurückblieb, und mittels Einkristallstrukturanalyse, Schwingungs-und NMR-Spektroskopie vollständig charakterisiert (zu Einzelheiten siehe die Hintergrundinformationen). Die Reaktionen von 1 und 2 mit P4 in CH2Cl2 zeigen völlig unerwartet den gleichen Verlauf, und das unabhängig von der Stöchiometrie der Edukte (zwischen 3P: 1NOx+ und 9P: 1NOx+): Über ein rotes Intermediat wird das gelbe Endprodukt [P4NO]+[Al (OC (CF3) 3) 4] À (3) erreicht (Schema 1).Die Verbindung 3 kann durch Insertion des carbenanalogen NO+ in eine PP-Bindung von P4 verstanden werden. Die Bildung eines EN (O)-E-Fragments durch Insertion von NO+ in die EE-Bindung von Hauptgruppenelementen ist bisher ohne Präzedenz.[16] Die Struktur des [P4NO]+-Kations wurde durch Lösungs-und Festkörper-NMR-, IR-und Raman-Spektroskopie sowie Massenspektrometrie aufgeklärt und ist darüber hinaus in Einklang mit quantenchemischen Rechnungen und der Massenbilanz der Reaktion. Anfangs wurden die Umsetzungen bei 203 K durchgeführt. Aufgrund der geringen Löslichkeit des weißen Phosphors wurde die Reaktionsmischung auf 298 K erwärmt. Die zunächst farblose Reaktionsmischung wurde schlagartig bordeauxrot, bis eines der Edukte verbraucht war; danach wurde die Lösung leicht gelblich. Wird die gesamte Reaktion bei Raumtemperatur durchgeführt, verschwindet die rote Färbung nach etwa 10s. Das 31P-NMR-Spektrum des gelben Reaktionsprodukts 3 in CD2Cl2 (Abbildung 1a) zeigt zwei Tripletts bei À232 und 360 ppm (Integration 1: 1) mit einer 1JPP-Kopplungskonstante von À160 Hz (P5X2+-Verbindungen [8] weisen eine ähnliche Kopplung auf). Weitere Kopplungen konnten nicht beobachtet werden. Sowohl das Kopplungsmuster als auch die chemischen Verschiebungen deuten auf einen C2v-symmetrischen Phosphorkäfig hin, bei dem eine PX2-Phosphoniumeinheit des strukturell verwandten [P5X2]+-Kations durch ein Hetero-