Jugend und Sozialisation
Jugend und Sozialisation
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青年与社会化
DOI:
10.1007/978-3-531-92654-4
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发表时间:
2011
期刊:
影响因子:
3.5
通讯作者:
Katharina Walgenbach
中科院分区:
文献类型:
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作者:
Jutta Ecarius;Marcel Eulenbach;T. Fuchs;Katharina Walgenbach
Mit Sozialisation ist ein zentraler Prozess bezeichnet, mit dem sich die Integration des Individuums in die Gesellschaft beschreiben lässt. Im Zentrum steht dabei die Gesamtheit der gesellschaftlich vermittelten Umwelt in ihrer spezifischen Bedeutung für die Entwicklung und Veränderung der Persönlichkeit eines Menschen. Wenn von Sozialisation die Rede ist, dann ist also sowohl das Individuum als auch die Gesellschaft angesprochen und zwar in ihrem sich wechselseitig beeinflussenden Verhältnis. Sozialisationsprozesse versuchen demnach auch eine Doppelfunktion zu erfüllen. Zum einen sollen Sozialisationsprozesse gewährleisten, dass Gesellschaften über Generationen hinaus aufrechterhalten werden. Gesellschaften und ihre Traditionsbestände sollen sich also durch die Vorgänge der Sozialisation reproduzieren und transformieren. Zum anderen sollen Individuen handlungsfähig gemacht werden. In dieser Hinsicht hat Sozialisation die Einsicht des Individuums in soziale und kulturelle Zusammenhänge zu ermöglichen und kann als eine Ausweitung der Partizipationsmöglichkeiten verstanden werden. Durch eine aktive Auseinandersetzung mit den sozialen und materiellen Bedingungen findet sich das Individuum in die Gesellschaft ein und wird auf diese Weise zu einem handlungsfähigen Wesen (vgl. Tillmann 2006: 12).Sozialisationsprozesse lassen sich allerdings nicht ohne Bezug auf Lebenslauf und Lebensphasen behandeln (vgl. ebd.: 191). Zwar befinden sich über die gesamte Lebenszeit hinweg Persönlichkeits-und Gesellschaftsentwicklung in wechselseitiger Abhängigkeit. Kindheit und Jugend, Erwachsenenalter und höheres Alter weisen in dieser Hinsicht aber markante Unterschiede auf. So erfolgt die Persönlichkeits-bzw. Subjektentwicklung in jeder Lebensphase auf spezifische Weise und vor dem Hintergrund charakteristischer Bedingungen. Mit dem Thema Jugend ist dabei eine besonders interessante und „komplexe Sozialisationsproblematik “(ebd.: 201) angesprochen. Interessant ist sie dabei deshalb, weil der Interaktionsprozess zwischen Individuum und gesellschaftlicher Umwelt in der Jugendphase „eine einzigartige Dichte “(Hurrelmann 2007: 7) erreicht. Komplex wiederum ist sie, weil seit den 1950er Jahren die biographische Bedeutung dieser Lebensphase wächst und in allen westlichen Gesellschaften eine Ausweitung und Ausdifferenzierung von Jugend stattfindet.