Vorwort zum 300. Bande von Virchow's Archiv für Pathologische Anatomie und Physiologie und für klinische Medizin
Vorwort zum 300. Bande von Virchow's Archiv für Pathologische Anatomie und Physiologie und für klinische Medizin
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Vorwort zum 300. Bande von Virchows Archive for Pathologische Anatomie und Physiologie und für Klinische Medizin
DOI:
10.1007/bf01888106
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发表时间:
1937
期刊:
影响因子:
--
通讯作者:
R. Rössle
中科院分区:
文献类型:
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作者:
R. Rössle
Es geziemt sieh fiir den Hera~sgeber, das seltene Ereignis des Abschlusses des drit ten Hunderts der Bgnde yon ,,Virchows Archiv" mit einigen Worten zn wfirdigen. Ist es doeh die einzige medizinische und biologische Zeitsehrift, die auf eine so lange Lebensdauer und auf eine gleiehe Zahl yon B~nden zuriiekblieken kann. Nur auf dem Gebiete reiner Naturwissenschaft begegnen wir noch ghnlichen Serien: so erlebten die Annalen der Physik seit ihrem Erseheinungsjahre 1799 bisher 421 Bgnde, Liebigs ,,Annalen der Chemie", seit 1834, 529 Bgnde, die ,,Annales de Physique", wohl die glteste wissenscha~tliohe Zeitsehrift der Welt (seit 1789), 447 Bgnde. Wenn Leben Lebenskraft bedeutet, so sind diese aus den ersten Zeiten des oft sog. naturwissensehaftliehen Zeitalters stammenden literarisehen Erseheinungen ein spreehendes Zeugnis ffir die yon ihnen unersch5pften Borne mensehlicher Erkenntnis. Aber mit Virchows Arehiv hat es doeh noch eine besondere Bewandtnis. Die genannten, den Fortschrit ten der Chemie und Physik gewidmeten Zeitsehriften umfassen die Arbeit und die Probleme grol]er l~aturgebiete, der Krgfte und Stoffe der Erde, ja des Weltalls. Rudolph Virchow griindete 1847 sein Archly, mit Benno Reinhardt (gest. 1852) zusammen, als ein Programm innerhalb der wissensehaftliehen und praktischen Heilkunde, wie der ausfiihrliche, yon ibm gewghlte Titel beknndet: Pathologischer Anatomie nnd Physiolog~e und klinischer ~edizin sollten seine Spalten ge5ffnet sein; das gemeinsame Zie] war die Pflege streng naturwissensehaftlich gerichteter ~edizin durch die drei genannten F~tcher. Wer Virchows eigene Beitrgge, besonders diejenigen zu den ersten Bgnden des spgter naeh ihm genannten Arehivs kennt, weil~, dal~ seine Grfindung eine Kampfansage an die mannigfaehen durcheinanderlaufenden Richtungen der damaligen Heilkunde war. Gerade der Charakter als Kampfsehrift birgt sonst so oft die Gefahr des ephemeren Daseins in sich. Es mugte also mehr als dies in den Blgttern des jungen Arehivs steeken, dab es sieh im Gegensatz zu so vielen kurzlebigen Bliiten des Schrifttums erhielt und noch heute Friiehte, und, wie wir hoffen, Bli i ten trs Es kSnnte ja aueh sonst nieht sein, dab noch sein hentiger Schriftleiter ~iihe hat, die angebotenen Arbeiten unterzubringen und sogar manehes zurfickweisen mug, was den ,,Druek" aushielte. Ist ja dies Archiv nieht einmal die einzige, unserem Sonderfach der Pathologisehen Anatomie