课题基金 / 基金详情

Literaturgesellschaft DDR. Kanon-Kämpfe und ihre Geschichte(n)

Literaturgesellschaft DDR. Kanon-Kämpfe und ihre Geschichte(n)
东德文学社。
批准号:
5235270
负责人:
Dr. Martina Langermann
金额:
$0.0万
依托单位国家:
德国
项目类别:
Publication Grants
财政年份:
2000
资助国家:
德国
项目状态:
已结题
起止时间:
1999-12-31 至 2000-12-31

项目摘要

项目成果

相似基金

相关文献

中文摘要
翻译
点击翻译按钮获取中文摘要
英文摘要
Das Manuskript stellt Bausteine zu einer Geschichte der "Literaturgesellschaft DDR" vor. Die Studien zeigen anhand neuen Materials einen Ansatz für die Geschichtsschreibung, der Literatur in der DDR konsequent als ein "soziales Phänomen" versteht, an dem eine Vielzahl von Akteuren gearbeitet haben. Um die verschiedenen, interessegeleiteten Handlungen einsehbar strukturieren zu können, haben wir ein Ordnungsprinzip eingeführt, das Begriffspaar "Kanon und Kanonisierung", mit dessen Hilfe die DDR als eine Wertegesellschaft mit ihren "literarischen Anteilen" beschreibbar wird. Wir gehen davon aus, dass Literatur wesentlich zur Definitation und Verständigung dessen hat beitragen sollen, was die DDR-Gesellschaft und ihr historischer Ort sei. Gegenstand unserer Arbeit sind demnach jene Elemente der Literatur und literarischen Kommunikation in der DDR, die arbeitsteilig an der Einrichtung einer "gepflegten Semantik der Gesellschaft" beteiligt waren. Im Ergebnis erweist sich, dass Kanon-Kanonisierung nicht nur ein methodisches Prinzip darstellen, sondern eine Qualität der Literatur(-verhältnisse) selbst beschreiben. Die Untersuchungen schließen damit an sozialgeschichtliche Forschungen an, denen zu folge die DDR bei hohem Regulierungsbedarf an chronischer Unterregulierung "litt". Aus unserer Sicht erscheint "Kanon" als übergeordneter Maßstab, aus dem Kriterien zur Identifizierung und Beurteilung einzelner Normen gewonnen werden sollten, der damit Handlung nicht nur erzwang, sondern geradezu erst möglich machte, wie die Studien, die sich mit Vorgängen ganz unterschiedlicher Art befassen, zeigen. Hervorzuheben ist die Anzahl, Bedeutung und Haltbarkeit von "aggregierten Symbolen" (Klaus), die Begriffe wie Expressionismus, Namen wie Stanislawski, Brecht, Lukács, Kafka, historische Orte wie Buchenwald oder Kunstfiguren wie Faust und Gregor Samsa sein konnten. Der selbstverständliche Umgang mit diesen Symbolen, die nie etwas ganz genau bezeichnen, an denen aber Vorgänge, Positionen, Problem- und Konflikfelder hingen, machte eine wesentliche Spezifik der DDR-Kommunikation aus.
期刊论文(0)
专著(0)
科研奖励(0)
会议论文
海外基金