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Kommentierte zweisprachige Ausgabe von G. P. Bellori: "Le Vite de' pittori, scultori et architetti moderni", Rom 1672 (inklusive der unveröffentlichten Viten von Carlo Maratta, Guido Reni, Andrea Sacchi)

Kommentierte zweisprachige Ausgabe von G. P. Bellori: "Le Vite de' pittori, scultori et architetti moderni", Rom 1672 (inklusive der unveröffentlichten Viten von Carlo Maratta, Guido Reni, Andrea Sacchi)
G. P. Bellori 带注释的双语版本:“Le Vite depittori, scultori et architetti Moderni”,罗马 1672 年(包括卡洛·马拉塔、吉多·雷尼、安德里亚·萨基未出版的生平)
批准号:
65307771
负责人:
Professorin Dr. Elisabeth Oy-Marra
金额:
$0.0万
依托单位国家:
德国
项目类别:
Research Grants
财政年份:
2008
资助国家:
德国
项目状态:
已结题
起止时间:
2007-12-31 至 2012-12-31

项目摘要

项目成果

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Die 1672 in Rom erschienene Sammlung von Künstlerbiografien von Giovan Pietro Bellori gehört zu den bedeutendsten Quellenschriften der barocken Kunst und hat die Historiographie bis in unsere Tage nachhaltig beeinflusst. Bereits Julius von SchIosser betonte die europäische Relevanz der Viten. Im Unterschied zu anderen italienischen Künstlerbiographen des 17. Jahrhunderts berücksichtigte Bellori Künstler unterschiedlicher Provenienz und Ausrichtung, unter ihnen auch wichtige nordeuropäische Künstler wie Nicolas Poussin, Peter Paul Rubens und Anton van Dyck. Bellori wandte sich damit von dem vorherrschenden, auf Vasari aufbauenden Modell einer regionalen, diachron aufgebauten Kunstgeschichte ab und begründete ein in der römischen Malerei gipfelndes synchrones Modell einer übernationalen Kunstgeschichte, die dem Erfahrungshorizont der res publica literaria verpflichtet war. Auf hohem, standardisierten sprachlichen Niveau setzte er theoretische Maßstäbe, für die er ältere Positionen modernisierte und so die Voraussetzung für eine analytische Auseinandersetzung mit Kunstwerken schuf. Darüber hinaus sind Belloris Viten speziell für die deutsche Historiographie und Wissenschaftsgeschichte von besonderer Bedeutung, wie die einflussreiche Interpretation der „Idea“ von Panofsky (1924) und ihre Übersetzung von Gerstenberg (1939) zeigen.Die Edition soll 3 Teile umfassen: a) eine Gegenüberstellung von Originaltext und Übersetzung mit erklärenden Fußnoten für ein allgemeines Textverständnis. Vorgesehen ist dabei die Abbildung all jener für das Textverständnis wichtigen, von Belloris eigens beschriebenen Kunstwerk; b) ein Kommentar, der Paragraph für Paragraph Topoi, intertextuelle Verweise sowie Nachrichten über den Verbleib der beschriebenen Bilder nachweist; c) ein Essay zu jedem Künstler, in dem auf die spezifische Auswahl der Werke, Literatur und historiographische Konzepte sowie - wo möglich - die Datierung der Vita eingegangen werden soll. Darüber hinaus soll ein ausführliches Glossar der zentralen Begriffe Belloris erarbeitet werden, das stichwortartig ihre inhaltliche Bedeutung skizziert.Die Ausgabe richtet sich vor allem als Arbeitsinstrument an eine interdisziplinäre Frühneuzeitforschung, soll aber auch für ein interessiertes allgemeines Publikum attraktiv sein.
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