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Vergleichende Untersuchung zum Verhältnis von Wortbildung und Syntax anhand von A+N-Zusammensetzungen und äquivalenten komplexen Phrasen im Deutschen und Niederländischen

Vergleichende Untersuchung zum Verhältnis von Wortbildung und Syntax anhand von A+N-Zusammensetzungen und äquivalenten komplexen Phrasen im Deutschen und Niederländischen
德语和荷兰语中 A N 复合词和等效复杂短语的构词法和句法关系的比较研究
批准号:
42246560
负责人:
Professor Dr. Matthias Hüning
金额:
$0.0万
依托单位国家:
德国
项目类别:
Research Grants
财政年份:
2007
资助国家:
德国
项目状态:
已结题
起止时间:
2006-12-31 至 2011-12-31

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项目成果

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Den engverwandten Sprachen Deutsch und Niederländisch stehen im Bereich der Wortbildung weitgehend äquivalente Prozesse zur Verfügung. Obwohl die Bildung von Komposita im Niederländischen grundsätzlich genauso wie im Deutschen möglich ist, werden die Äquivalente vieler deutscher Komposita im Niederländischen als komplexe Phrasen realisiert, z.B. Vorschusszahlung - betaling van een voorschot, Tagesablauf- veloop van de dag. Dies ist insbesondere bei Adjektiv- Nomen-Komposita der Fall, vgl. Dünndarm - dunne darm, Dunkelkammer- donkere kamer, Festplatte - harde schijf. Die Phrasen zeichnen sich durch Idiomatisierung und Lexikalisierung aus. Auf diesen Unterschied zwischen beiden Sprachen wurde in der Literatur wiederholt hingewiesen, er ist aber bislang noch nie systematisch untersucht worden. Das Projekt will eine solche Untersuchung anhand der A+N-Verbindungen im Niederländischen und im Deutschen leisten. Der unterstellte Verwendungsunterschied von Komposita und Phrasen soll empirisch verifiziert und dann anhand von drei Leitfragen untersucht werden: (1) Welche Funktion haben - einzel- und übereinzelsprachlich - A+N-Komposita im Vergleich zu A+N-Phrasen? (2) Wie kann die im Vergleich zum Deutschen restriktivere Bildung von Komposita im Niederländischen erklärt werden? Handelt es sich dabei um die Zwischenstufe eines Sprachwandelprozesses, der letztlich zur Unproduktivität des Wortbildungstyps A+N-Komposition im Niederländischen führt? (3) Stellen idiomatische A+N-Phrasen Evidenz für die Annahme dar, dass eine strikte Grenze zwischen Syntax und Lexikon nicht besteht? Welche Konsequenzen hat eine solche Annahme für die grammatische Theorie?
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