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Kosakische Gewaltgemeinschaften in der polnisch-litauischen frontier-Zone zwischen 1590 und 1648

Kosakische Gewaltgemeinschaften in der polnisch-litauischen frontier-Zone zwischen 1590 und 1648
1590 年至 1648 年间波兰-立陶宛边境地区的哥萨克暴力社区
批准号:
183034489
负责人:
Professor Dr. Hans-Jürgen Bömelburg
金额:
$0.0万
依托单位国家:
德国
项目类别:
Research Units
财政年份:
2010
资助国家:
德国
项目状态:
已结题
起止时间:
2009-12-31 至 2014-12-31

项目摘要

项目成果

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Das Arbeitsvorhaben widmet sich frühneuzeitlichen soldatischen Gewaltgemeinschaften in der heutigen West- und Zentralukraine, historisch Territorien Polen- Litauens, zwischen 1590 und 1648. In diesen Territorien, die von den Krimtataren, dem Osmanischen Reich und Moskauer Eingriffen bedroht waren, bestand eine frontier- Stituation und -Gesellschaft, in der infolge der fehlenden administrativen Durchdringung und ständischen Verdichtung Gewaltpraxen große Bedeutung besaßen. Mit der Kolonisation durch den polnischen Adel, der Katholisierung der Eliten und dem Bevölkerungsanstieg wuchs das Konfliktpotential nach 1569 (Eingliederung in die Krone Polen); autochthone Gewaltbünde (Kosaken) entstanden als wechselseitige Schutzbündnisse und Beuteverbände. Der polnische Hof suchte das militärische und demographische Potential der Region durch langfristige Anwerbungen von Söldnerverbänden (Registerkosaken) und kurzfristige Rekrutierungen auszunutzen. Hier entstand der größte frühneuzeitliche Söldnermarkt des östlichen Europa. Nach Abschluss der Kampagnen wurden die Söldner mehrheitlich entlassen, wodurch die Situation vor Ort weiter destabilisiert wurde. Söldner- und Beuteverbände gerieten in Konflikt mit Grundbesitzern und Verwaltungsinstanzen. Dies ist teilweise bereits zeitgenössisch, insbesondere aber rückwirkend als „kosakische Gewalt“ bis hin zu „kosakischen Aufständen“ (1591–93; 1595/96; 1625; 1630, 1637/38) gedeutet worden. Untersucht werden die Praxen von Gewaltandrohung, Gewaltausübung und das Beuteverhalten in diesen Konflikten, wobei die Frage, inwieweit Gewalt und Beute die Gruppen stabilisierten, im Zentrum steht. Das Projekt möchte die Reichweite von Vergesellschaftung durch Gewalt und Beute, die Bedeutung der frontier-Situation und den Einfluss der Söldnermärkte untersuchen und zur Neuverortung eines zentralen Konflikts im frühmodernen Osteuropa beitragen, der bis heute ukrainische, russische und polnische Vergangenheitspolitiken prägt.
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会议论文
Transcultural Mediators, Strategies and Entangled Modernities. Transportation and Infrastructure in the Imperial Ports of Odessa and Varna in 19 century
  • 批准号:
    354235247
  • 项目类别:
    Priority Programmes
  • 资助金额:
    $0.0万
  • 财政年份:
    2017
  • 负责人:
    Professor Dr. Hans-Jürgen Bömelburg
  • 依托单位:
Mobile Gewalt - Krieger- und Söldnerverbände in gewaltoffenen Räumen im östlichen Europa in der Frühen Neuzeit: Beutepraktiken, Zusammenhalt und Auflösung
  • 批准号:
    222333706
  • 项目类别:
    Research Units
  • 资助金额:
    $0.0万
  • 财政年份:
    2012
  • 负责人:
    Professor Dr. Hans-Jürgen Bömelburg
  • 依托单位:
Das Antemurale-Konzept in Europa: Zwischen militanter Exklusion nach Außen und Integration nach Innen
  • 批准号:
    129842374
  • 项目类别:
    Research Grants
  • 资助金额:
    $0.0万
  • 财政年份:
    2009
  • 负责人:
    Professor Dr. Hans-Jürgen Bömelburg
  • 依托单位:
Fehdegesellschaftliche Strukturen und Gewaltgemeinschaften in Polen-Litauen im 16. und 17. Jahrhundert
  • 批准号:
    131112205
  • 项目类别:
    Research Units
  • 资助金额:
    $0.0万
  • 财政年份:
    2009
  • 负责人:
    Professor Dr. Hans-Jürgen Bömelburg
  • 依托单位:
海外基金