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Abstraktionsdrang. Die Erzeugung des Unsichtbaren in Ästhetik und Poetik der Moderne (1888 - 1938)

Abstraktionsdrang. Die Erzeugung des Unsichtbaren in Ästhetik und Poetik der Moderne (1888 - 1938)
强烈要求抽象。
批准号:
5215077
负责人:
Professorin Dr. Claudia Öhlschläger
金额:
$0.0万
依托单位国家:
德国
项目类别:
Research Grants
财政年份:
1999
资助国家:
德国
项目状态:
已结题
起止时间:
1998-12-31 至 2001-12-31

项目摘要

项目成果

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Das hier skizzierte Untersuchungsprojekt will entlang der argumentativen Leitkategorie des Agonalen die interdisziplinären und interferierenden Verbindungen zweier Gegenstandsbereiche herausarbeiten, die die heterogenen Semantiken dieser historischen Moderne gleichermaßen geprägt haben und bisher noch nicht direkt miteinander konfrontiert wurden: die ästhetischen Positionen bildkünstlerischer Provenienz einerseits und literarische bzw. poetologische Positionen andererseits, wie sie in der Literatur, Literaturtheorie der Zeit, aber auch in Manifesten oder Artikeln geäußert und realisiert wurden. Eine nach thematischen modellbildenden Gesichtspunkten vorgenommene Gegenüberstellung solcher Positionen soll zunächst dazu dienen, Strukturanalogien zwischen ästhetischen Programmen der Bildenden Kunst und solchen der Literatur aufzuzeigen. Die Ausarbeitung und Analyse solcher Strukturanalogien erfolgt im Hinblick auf ihre agonale Ausrichtung und soll in bezug gesetzt werden zum Ersten Weltkrieg als einem historischen und kulturpolitischen Ereignis, für dessen Legitimierung ästhetische Programme der klassischen Moderne in Anspruch genommen wurden. Umgekehrt soll gezeigt werden, daß sich in ästhetischen Programmen, die sich dem Argument und Strukturmuster des Agonalen verpflichten, eine theoretische und künstlerische Antizipation des faktischen Kriegsereignisses realisiert, und dies in Form einer inhaltlichen oder auch formalästhetischen Reflexion über die veränderten Wahrnehmungsbedingungen der Moderne, die wiederum dem Ersten Weltkrieg als erstem mediatisierten Krieg der Geschichte sein spezifisch "modernes" Gepräge geben sollten. Die geplante Untersuchung verfolgt damit das Ziel, die diskursive Interdependenzen zwischen Kunst und Krieg auf der Folie eines sich um 1900 vollziehenden medialen und epistomologischen Paradigmenwechsels lesbar zu machen. Dabei sollen die verborgenen kulturpolitischen Botschaften und zivilisationskritischen Standpunkte jener Ästhetiken zur Sprache gebracht werden, die sich einer neuen Metaphysik und aufkommenden Abstraktionstendenzen verpflichten, den Gegenstand ihrer Darstellung also ins Unsichtbare verlagern.
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