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Die Logik der Präsumptionen in der Frühen Neuzeit

Die Logik der Präsumptionen in der Frühen Neuzeit
近代早期的推定逻辑
批准号:
52814579
负责人:
Privatdozent Dr. Andreas Blank
金额:
$0.0万
依托单位:
依托单位国家:
德国
项目类别:
Research Fellowships
财政年份:
2007
资助国家:
德国
项目状态:
已结题
起止时间:
2006-12-31 至 2008-12-31

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项目成果

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Eine Präsumption ist eine Annahme, die in Unkenntnis von Umständen gemacht wird, die notwendig wären, um diese Annahme zu bestätigen. Eine Präsumption kann deshalb (im Regelfall) von neuen Informationen überholt werden. Dennoch ist eine Präsumption nicht eine bloße Hypothese: sie ist eine Annahme, die angesichts unserer Unkenntnis relevanter Umstände rationalerweise gemacht wird. Was eine solche Annahme rational macht, und welche Rolle Präsumptionen in rationalen Argumentationen spielen, ist ein heftig debattiertes Thema in der Logik der frühen Neuzeit. Mit dem Aufkommen der Cartesianischen Logik und ihrem Gewissheitsideal tritt die Logik der Präsumptionen in den Hintergrund. Sie spielt allerdings in Leibniz’ Überlegungen zur Argumentationstheorie eine wesentliche Rolle. Das Ziel des Projektes ist, zentrale Themen der bisher weitgehend unbekannten frühneuzeitlichen Präsumptionstheorien, von etwa 1530 bis zu Leibniz, zu erforschen: das Verhältnis von Präsumption und revidierbarer Überzeugung, von Präsumption und juristischer Fiktion, von Präsumption und deontischer Logik, und von Präsumption und der Metaphysik der Modalitäten. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, wie sich die frühneuzeitlichen Präsumptionstheorien zu aktuellen Theorien verhalten.
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