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Homophobie und Staatsräson in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Homophobie und Staatsräson in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
20世纪上半叶德国的恐同症和国家原因
批准号:
5446166
负责人:
Professorin Dr. Karin Hausen
金额:
$0.0万
依托单位国家:
德国
项目类别:
Publication Grants
财政年份:
2005
资助国家:
德国
项目状态:
未结题
起止时间:
2004-12-31 至 --

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项目成果

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Mit der Wende zum 20. Jahrhundert beschäftigte sich die Öffentlichkeitin Deutschland mit dem neu entdeckten Phänomen "Homosexualität".In wissenschaftlichen, juristischen und politischenKontroversen sowie einer dichten Folge gesellschaftlicherSkandale stritt man darum, ob gleichgeschlechtliche Sexualitätals psychologisches Rätsel und Spielart der Natur oder aber alsVerbrechen, Sittenverfall, Symptom bedrohlicher völkischerDegeneration und Verweiblichung der Kultur oder als Krankheitverstanden werden müsse. Die Debatten kulminierten in der weitverbreiteten Vorstellung, der Staat könne in seinen verborgenenBewegungsgesetzen durch die Wirkkraft mannmännlicher homoerotischerBindungen geprägt und dadurch zugleich in seiner Existenzbedroht sein. In den Beiträgen des Sammelbandes wird einBogen geschlagen von den Debatten um Homosexualität, Männlichkeitund Staat im Wilhelminischen Kaiserreich und der WeimarerRepublik bis hin zum Schreckensszenario einer den Staat bedrohendenhomosexuellen "Seuche", die die Nationalsozialistenmit einer rigorosen Verfolgungspolitik "auszumerzen" versuchten.
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